Trauma-Therapie

Bei der pferdegestützten Begleitung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen geht es (mir) NICHT darum das Trauma wieder hervorzuholen zu verändern oder in irgend einer Weise zu bearbeiten, SONDERN denjenigen zu helfen, sich so stark im Hier und Jetzt zu verankern und auf die eigenen Ressourcen zu besinnen, dass sie einen Weg finden mit den (teilweise über Jahre spürbaren ) Auswirkungen dieser Erfahrungen umzugehen.

 

 

Pferde haben als Fluchttiere im Laufe der Evolution gelernt innerhalb von Sekunden einzuschätzen, ob ihr Gegenüber ihnen freundlich oder feindlich begegnet. Ihre Antennen für körpersprachliche Signale, für unsere inneren Gedanken, Überzeugungen und Gefühlsregungen sind so fein, dass sie diese erkennen und darauf reagieren können, auch wenn sie uns selbst kaum (oder gar nicht) bewusst sind. Pferde spiegeln uns ohne dabei über gut oder schlecht, richtig oder falsch zu urteilen. Mit ihrer klaren jedoch niemals nachtragenden Art fordern sie uns auf, durch sie (wieder) mit uns selbst in Kontakt zu kommen.

 

 

Besonders bei der Arbeit mit dem frei laufenden Pferd können eigene Grenzen wahrgenommen und verteidigt werden. Denn wer einen partnerschaftlichen, gewaltfreien Umgang mit Pferden anstrebt, sollte und kann lernen, wie man sich verhalten muss, um so viel Sicherheit auszustrahlen, dass man als ruhiges, selbstbewusstes „Leittier“ akzeptiert wird. Auf diese Weise helfen uns die Pferde dabei die Zügel wieder selbst in die Hand zu nehmen...